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Abendstimmung auf Mallorca

Sa Coma virtuell

Lust auf Strand? Dann kommt mit uns nach Sa Coma…
Mit den 360º VR – Videos von Mallorca 360 reisen wir zusammen für einige Augenblicke virtuell auf die Insel.

So geht’s:
– Den Play-Button drücken und dann die Linke Maustaste gedrückt halten und sich im 360º-Video bewegen
– Noch schöner ist es im Vollbild, dazu rechts unten im Video das Symbol für Vollbild anklicken
– Über das Zahnrad-Symbol (Einstellungen) ggfs. die Auflösung erhöhen
– Genießen!

Bleibt gesund!
Euer

Christof

Christof

Foto: Foto: © Artesia Wells / Shutterstock.com

Canyamel

Canyamel

Strand Canyamel auf Mallorca – Beliebter Naturstrand in traumhafter Umgebung

Strandart: Sand
Zugang: normal abfallend
Länge: 290 m
Breite: 80 m
Auslastung: hoch
Besucht überwiegend von: Einheimische und Touristen

Karte und Routenplaner:

Erreichbarkeit: zu Fuß, mit dem Auto, per Schiff
Parkplatz: ja
Behindertenzugang: nein
Geeignet für Kinder: ja

Ankerzone: ja
Rettungsschwimmer: ja
Wellengang: mäßiger Wellengang
FKK: nein

Sonstiges: Vorsicht vor Rippströmungen
Andere Namen:
Aktuelle Infos (Auslastung, Flagge): Im offiziellen Strandführer der Balearen

MallorcaCheck Strände: Canyamel
4 MallorcaGURU
0 Eure Strandwertung (0 votes)
Strand
Umgebung
Wasserqualität
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Foto oben: © Andrea Melüh / www.melueh-fotografie.de / Alle Rechte vorbehalten /

Santuari de Lluc

Santuari de Lluc

Ob gläubig oder nicht, um das Kloster Lluc kommt man auf Mallorca kaum herum. Es gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten des Mittelmeeres und bietet für einen Ausflug ein tagesfüllendes Programm – auf immerhin 525 Metern Höhe.

Die Bergkette der Tramuntana ist durchsetzt von zahlreichen Legenden und Erzählungen. Wie auch nicht? Kurbelt doch die märchenhafte Natur der Berge im magischen Zusammenspiel mit dem warmen, klaren Licht die Phantasie eines jeden an, der sich hierher verirrt. Da machen die Klöster keine Ausnahme, und schon gar nicht die Entstehungsgeschichte des Kloster Llucs.

Als der Volksheld Jaume der Erste 1229 n.Chr. die Insel von den Mauren zurückeroberte, verloren viele der arabischen Insulaner ihren Besitz. Einige konvertierten notgedrungen, so auch die Familie des kleinen Lukas, der mit seinen Eltern in den Bergen lebte. Getauft hieß er fortan Lluc. Und dieser Lluc soll auf einer Bergwiese, wo die Schafe seines Vaters weideten, eine Marienfigur entdeckt haben. Sie hatte eine dunkle Hautfarbe – so wie er selbst. Der Junge brachte die Statue zu einem Pfarrer, der sie in seiner Kirche aufstellte. Doch am nächsten Tag war sie verschwunden. Lluc fand sie schließlich an der selben Stelle wie zuvor im Gras. Wieder brachte er sie dem Pfarrer, wieder stellte dieser sie in seiner Kirche auf und wieder verschwand die Statue. Der Pfarrer hatte schließlich ein Einsehen und ließ der schwarzen Maria (Moreneta) an ihrem Fundort eine Kapelle errichten, dem Grundstein des bis ins 17. Jahrhundert ausgebauten Klosters, welches heute die Mönche des Heiligen Herzens Jesu bewohnen.

Eine andere Theorie weißt auf die Präsenz von sehr starkem Erdmagnetismus hin, weshalb hier Schamanen, Druiden und letztlich auch Tempelritter ihre Zelte aufschlugen. Letztere sollen das Kloster dann auch gegründet haben.
So weit so gut, aber was kann man am Kloster Lluc denn nun genau machen? Antwort: Jede Menge!

Nachdem wir den Wagen auf dem kostenpflichtigen Parkplatz abgestellt haben (bitte keine kreativen Parkexperimente an den Zufahrtstraßen probieren! Der Abschleppdienst funktioniert auf Mallorca prima), fangen wir mit der Klosterkapelle selbst an. Sie wurde von Papst Johannes Paul 1962 zur Basilika erhoben und ist wirklich sehenswert. Zwischen drei Seitenkapellen ragt ein prächtiger Hochaltar hervor. Zu beiden Seiten prangen Ölgemälde. Links sind die Heiligen Franziskus und Sebastian zu sehen. Zur Rechten die mallorquinische Heilige Catalina Thomás.
In einem Andachtsraum hinter der Basilika finden wir dann auch die schwarze Madonna. Für viele Pilger stellt sie, nicht zuletzt aufgrund ihrer Farbe, ein Symbol für Minderheiten und Unterdrückte dar. Und schließlich gehörten die Mallorquiner selbst oft zu den Unterdrückten und Bevormundeten. Und als die katalanische/mallorquinische Sprache während der Franco Diktatur verboten wurde, war gerade das Kloster LLuc ein wichtiger Zufluchtsort für viele, da hier die mallorquinische Kultur unbehelligt gelebt werden konnte.

Um 13:15 täglich (ausgenommen Ferien), wiederholt sich in der Basilika ein besonderes Schauspiel. Es ertönt das Salve Regina, gesungen von den Blauets. Das ist Spaniens wohl bester und bekanntester Kinderchor, bestehend aus Schülern des Musikinternates, welches ebenfalls im Kloster beheimatet ist. Der Name Blauets stammt von den blauen Ärmeln und Krägen ihrer Soutanen. Denn tatsächlich heißt blau auf Mallorquín auch blau. Der Chor wurde offiziell im 16. Jahrhundert gegründet, doch reichen
seine Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurück. Erst seit wenigen Jahren sind auch Mädchen erlaubt, die den ursprünglich reinen Knabenchor modernisiert und sogar noch verbessert haben. Ein tolles Ereignis!

Nachdem wir uns von der Moreneta und den Blauets verabschiedet haben, mögen Kunstinteressierte noch einen Abstecher in Klostermuseum machen, welches regionales Kunsthandwerk und archäologische Funde beherbergt.

Außerhalb des Klosters geht unsere kleine Tour nun weiter. Vom Vorplatz der Basilika führt der “Weg der Mysterien“ (Cami dels Misteris) auf einen Kalvarienberg und einen tollen Aussichtspunkt, der uns einen herrlichen Blick auf ein Hochtal umgeben von der schroffen Karstlandschaft der Tramuntana beschert. Kein geringerer als Antoni Gaudí entwarf fünf Plastiken, die am Cami dels Misteris stehen.

Auf der anderen Seite des Kloster warten ein Botanischer Garten mit über 200 einheimischen Pflanzenarten und ein großes Schwimmbad auf uns. Doch wem das alles noch zu statisch ist, dem kommt diese kleine Wanderung vielleicht gerade recht.

Die Route ist ein Rundweg für den man 1 Stunde und 40 Minuten einplanen sollte. Zunächst überqueren wir den Plaça dels Pelegrins, den Pilgerplatz, der vor dem Hauptgebäude des Klosters liegt. Rechts vom Haupteingang des Klosters ist ein Buchladen, der über die beste Auswahl an Wanderkarten bzw. Wanderbüchern ganz Mallorcas verfügt. Die Gegend um das Kloster ist nämlich ein Wander-El-Dorado und befindet sich auf dem beliebten Fernwanderweg GR-221. Rechts neben dem Laden liegt ein Durchgang, der auch zum botanischen Garten führt. Dort gehen wir hindurch und folgen der Straße, bis nach 200 Metern links ein Weg abführt, gut zu erkennen an der aufgestellten Holztafel, die eine Karte der Tramuntana zeigt. Wir folgen dem Weg, bis wir auf einen etwas kümmerlichen Bolzplatz stoßen und überqueren ihn. Am linken hinteren Ende gehen wir durch die Gittertür und sind am Ausgangspunkt des Rundgangs. Es sind mehrere Routen möglich. Wir nehmen Tour 4 in Richtung Sa Cometa des Morts (kleine Höhle der Toten) über die Holzbrücke.

Der Weg führt nun bergan. Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis zum Schild Es Camell, dem wir nach rechts folgen. Es geht wieder leicht bergab zum sogenannten Kamel, einem Felsgebilde, das seinen Namen durch die kamelartige Form bekam. Zur Erläuterung: Das Gestein, auf dem wir gerade stehen, war einst Meeresboden. Genauer gesagt waren es Mikroorganismen und gesteinsbildende Korallen, die sich als Schlämme auf dem Meeresboden ablagerten. Wenn dann extrem hohe Drücke bzw. hohe Temperaturen durch Plattentektonik entstehen, wird aus den Sedimenten Kalkstein, ein sehr weiches Gestein. Regenwasser in Verbindung mit dem CO2 aus der Luft ergibt Kohlensäure, welche das Kalkgestein über Jahrtausende auflöst bzw. formt. Im Kalkstein entstehen Höhlen und Klüfte, außen Rillen und Streifen. Sind diese morphologischen Strukturen zu beobachten, spricht man von Karst.

Das Kamel

Das Kamel

Wer möchte, nimmt den kleinen Pfad (ca. 50m) weiter bis zu einen Ausguck, von dem aus man einen schönen Blick über ein Hochtal hat. Nun geht es wieder zurück zum Hauptweg und dann einfach nach rechts in Richtung Sa Cometa de Morts. Kurz hinter der Weggabelung liegt links ein runder Köhlerplatz. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Köhler in den Bergen aktiv und stellten Holzkohle in dem selbstgebauten Meiler her. Es gibt unzählige dieser Plätze im Tramuntana-Gebirge.
Wir folgen der Route 4 durch den Steineichenwald, bis er sich nach fünf Minuten erneut teilt. Wir gehen rechts weiter zur Sa Cometa des Morts. Nun ist es nicht mehr weit bis zur kleinen Höhle. Achten Sie links auf die Holzpfähle mit der Nummer 4. Wenn sie den Markierungen folgen, sollten Sie leicht zum Höhleneingang gelangen. Bitte Vorsicht: Die Steine sind selbst im Sommer glitschig, der Eingang zuerst schmal, dann niedrig. Taschenlampe oder Handy-Leuchte sind nun Pflicht. Die Höhle ist ca. 40 Meter tief und hat eine lange Geschichte.

Sa Cometa des Morts

Sa Cometa des Morts

Sie wurde erst im Jahr 1945 von einem Pater ausgegraben. Es stellte sich heraus, dass man hier in der Bronzezeit und später in der Eisenzeit die Toten beisetzte, teilweise in ausgehöhlten Steineichen-Stämmen, die heute im Klostermuseum zu sehen sind. Von der Höhle kehren wir zum Hauptweg zurück und folgen ihm, bis wir auf eine Landstraße stoßen. Wir biegen nach rechts, gehen an der Straße entlang bis nach ca. 50 Metern rechts ein breiter Weg samt Holztor auftaucht. Es ist der sogenannte Camí Vell von Pollença nach Lluc. Wir gehen durch das Tor und kommen nach weiteren 15 bis 20 Minuten schließlich zu einem Picknickplatz. Hier gibt es Toiletten und die Möglichkeit Wasser nachzufüllen. Wenn Sie ein Picknick dabei haben, ist das sicherlich der optimale Ort dafür. Wenn nicht gehen wir geradeaus weiter bis zum Fußballplatz, wo der Rundkurs endet. Das Klostergelände bietet etliche Restaurants und Cafeterias. Da sollte für jeden was dabei sein.

Wer eine innere Klausur braucht oder hier oben noch etwas länger wandern möchten, kann dies problemlos tun – das Kloster hält insgesamt 81 einfache Zimmer und 36 Apartments für Gäste bereit.

Was? Ein Ort voller Geschichten. Das wird geboten: eine ganz besondere Marienfigur, ein weltberühmter Kinderchor, Abenteuer und Bewegung, ein Kamel aus Stein, eine waschechte Gruselhöhle, typische Vegetation des Tramuntana-Gebirges, Botanischer Garten, Swimmingpool
Wo? Von Palma auf der Ma-13 bis Inca, dort auf die Ma-2130 und die Ma-10 zum Kloster Lluc. Bus: Von Palma mit der Linie 330
Was mitnehmen? Wasser, festes Schuhwerk, Taschenlampe, evtl. Picknick
Wo einkehren? Reichlich Gastronomie am Klostergelände vorhanden; Tipp: Sa Fonda (Mo und Di geschlossen), Bank, Apotheke, Post und Souvenirs-Läden ebenfalls vorhanden
Wann? Frühjahr, Herbst, wochentags, Wanderung teils schattig
Preise: Kostenpflichtiger Parkplatz PKW 8 € inkl. Eintritt ins Klostermuseum für eine Person, Klostermuseum ohne Parken 8 €/Person
In der Nähe: Höhlen von Campanet, Inca (Lederstadt), Pollença (authentisches Städtchen)
Informationen: Santuari de Lluc, Plaça dels Peregrins 1, 07315 Escorca Tel. +34/971/87 15 25, www.lluc.net

Karte:

Mallorca-Sternchen / Karibikfeeling am Es Trenc

Es Trenc

Strand Es Trenc auf Mallorca – Längster Naturstrand der Insel mit Karibikfeeling im Sommer

Strandart: Sand
Zugang: normal abfallend
Länge: 2700 m (Abschnitt zwischen Ses Covetes und der Illa Gavina)
Breite: 22 m
Auslastung: mittel bis hoch
Besucht überwiegend von: Touristen und Einheimische

Karte und Routenplaner:

Erreichbarkeit: zu Fuß, mit dem Auto, per Schiff
Parkplatz: hinter dem Strand und bei Ses Covetes (beide gebührenpflichtig)
Behindertenzugang: nein
Geeignet für Kinder: ja

Ankerzone: ja
Rettungsschwimmer: ja
Wellengang: mäßiger Wellengang
FKK: ja

Sonstiges: Liegen- & Schirmverleih, Strandbars
Andere Namen: S’Arenal d’en Tem, Platja des Trenc
Aktuelle Infos (Auslastung, Flagge, Wasser- und Luftemperatur): Im offiziellen Strandführer der Balearen (Es Trenc)

MallorcaCheck Strände: Es Trenc
4.5 MallorcaGURU
3.5 Eure Strandwertung (16 votes)
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Eure Strandwertungen... 16 Deine Strandbewertung
Sehr toller Strand, fast schon karibisch und für Familien bestens geeignet (s. https://www.marcelremusrealestate.com/blog/artikel/es-trenc-mallorcas-karibischer-strand/)
Leider schlechte Parkmöglichkeiten, nachdem der Parkplatz in Ses Covetes geschlossen wurde.
9. Oktober 2018, 14:28
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Sehr schöner naturbelassener Strand ....teuer finde ich es auch da ....trotdem fahre ich da immer wieder gerne hin .....
4. August 2016, 6:12
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Der Strand ist bestimmt außerhalb der Saison atemberaubend; während der Ferienzeit jedoch vollkommen überlaufen und sehr teuer (Parkplatz 7,- €, 2 Liegen und 1 Schirm 19,-€, Wiener Würstchen mit Pommes 12,50 €).
3. August 2016, 12:32
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Wir waren im letzten Jahr dort. Sehr schöner, feiner Strandsand, langer Strand und kristallklares sauberes Wasser! Wir werden wieder dort hin fahren!
29. April 2016, 6:53
Strand
Umgebung
Wasserqualität
In jedem Reisefüher steht da muss man hin. Und das ist das Ergebnis. Es ist Teuer Schmutzig und es ist nicht Mallorca. Und wenn du was Essen oder Trinken willst zahlst du das Doppelte Viel Spaß
22. September 2015, 16:58
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Der Strand ist sauber und schön Erholung pur wir waren gerne und den ganzen Tag da wir kommen wieder
10. September 2015, 10:54
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Parken 10 Euro Gutschein für teures Restaurant. Im Juni schon voll viele große Steine beim Reinlaufen
3. September 2015, 6:59
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Ende Juli war ich life am Strand Es Trenc. Ich war enttäuscht! 6,-- Euro und mehr an Parkgebühren. Selbst um 18.00 Uhr wurde immer noch fleißig abkassiert. Der Strand war brechend voll, obwohl es ein normaler Wochentag war. Der Strand selbst war voll mit Algen und war sehr ungepflegt. In der Vor- und Nachsaison ist es wohl anders?
Es gibt schönere Strände auf Mallorca.
10. August 2015, 8:19
Strand
Umgebung
Wasserqualität
héél mooi strand
9. August 2015, 20:47
Strand
Umgebung
Wasserqualität
ich bin eig nur an dem strand wen ich da bin der ist sehr geflegt hab noch nie quallen gesehn auch keine ölverschmutzung und es stehen genug mülleimer rum
3. Juli 2015, 22:19
Strand
Umgebung
Wasserqualität
kenne den Strand in der Zeit von 1973-1982 und dann letztes Jahr wieder. Was soll ich sagen. Unverändert schön. Toller Sandstrand herrliches sauberes Wasser kein sauf und Party Tourismus. Einzige was mich stört dass der Bereich Zugang Colonia San Jordi mit Liegen und Sonnenschirmen zugepflastert wurde. Wenig Möglichkeiten für "Handtuch Touristen". Alles in allem unvergesslich schön.
22. Juni 2015, 9:13
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Sieht einem Karibik Strand sehr ähnlich
4. Juni 2015, 21:02
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Ein traumhaft schöner Strand und das Wasser fühlt sich mega weich an.
3. Juni 2015, 22:19
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Für mich der schönste Strand der Insel
3. Juni 2015, 19:48
Strand
Umgebung
Wasserqualität
Wunderschöner Strand!leider nur im Frühling und Herbst zu empfehlen,im Sommer zu überfüllt.
3. Juni 2015, 19:40
Strand
Umgebung
Wasserqualität
27. August 2026, 1:29
Strand
Umgebung
Wasserqualität
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Foto oben: © Mallorca-Sternchen / Aus dem Fotowettbewerb Mallorca – Foto des Jahres / Alle Rechte vorbehalten /

Cala Millor

Cala Millor virtuell

Mallorca besuchen ist wegen der Corona-Krise aktuell nicht möglich. Mit den 360º VR – Videos von Mallorca 360 können wir wenigstens für einige Augenblicke virtuell auf die Insel reisen. Heute geht es an den Strand von Cala Millor!

So geht’s:
– Den Play-Button drücken und dann die Linke Maustaste gedrückt halten und sich im 360º-Video bewegen
– Noch schöner ist es im Vollbild, dazu rechts unten im Video das Symbol für Vollbild anklicken
– Über das Zahnrad-Symbol (Einstellungen) ggfs. die Auflösung erhöhen
– Genießen!

Bleibt gesund!
Euer

Christof

Christof

Foto: © holbox / Shutterstock.com

Son Real

Son Real: Totenstadt und einsame Strände

Die öffentliche Finca Son Real bei Can Picafort: Einen Besuch auf der Finca Son Real zwischen Can Picafort und Son Serra de Marina kann man getrost noch als Geheimtipp bezeichnen, obwohl beliebte Touristenstrände nur einen längeren Spaziergang entfernt liegen.

Das 400 ha große Landgut aus dem Mittelalter liegt gleich an der Ma-12, ca. 3,5 Km hinter Son Bauló. Vermutlich halten es viele Reisende für eine private Finca und lassen es daher buchstäblich links liegen. Doch Die Balearen-Regierung erwarb das Gut 2004 und machte es drei Jahre später der Öffentlichkeit zugänglich – heute wartet es mit vielfältigen Überraschungen auf.

Traditionell besteht die Finca aus einer Reihe unterschiedlicher Gebäude. Neben dem Herrenhaus gibt es einen großzügigen Innenhof (Patio), eine Kapelle, Wehrtürme, Werkstätten, Ställe und Speicher.

Die öffentliche Finca Son Real bei Can Picafort

Die öffentliche Finca Son Real bei Can Picafort

Beginnen wir mit dem Museum (Öffnungszeiten 9-16 Uhr), welches im Haupthaus der Finca eingerichtet wurde und wirklich einen Besuch wert ist. Zunächst informiert ein kurzer Film über die Geschichte von Son Real. Das Sammelsurium der Ausstellungsgegenstände aus Archäologie, Landwirtschaft und sozialem Alltag auf der Finca wurde mit Liebe zum Detail aufbereitet, z.B. die Bauernküche aus dem frühen 20. Jahrhundert. In weiteren Filmsequenzen wird erklärt, wie die Schäfer, Jäger und Köhler des Gutes einst lebten und arbeiteten. Es war eine nahezu hermetisch abgeriegelte Welt. Traditionen und Insellegenden hielten sich daher an den autarken Höfen besonders lange.

Die Mallorquiner sagen Son Real sei wie eine Miniaturausgabe des großen Mallorcas, da sozial, kulturell, architektonisch, geschichtlich und landschaftlich so unglaublich viel abgebildet würde.

Doch nun raus an die frische Luft. Wer möchte kann dies entweder per pedes oder geliehenem Drahtesel tun. Durch ein Holztor gelangt man in den Park der Finca. Zu beiden Seiten des breiten Weges befinden sich Gehege, in denen man heimische Tierarten wie Schafe, Esel und Gänse beobachten kann. Besonders interessant sind vielleicht die sogenannten schwarzen Schweine, die Cerdos Ibéricos.

Schwarzez Schwein, Cerdos Ibéricos

Schwarzes Schwein / Cerdo Ibérico

Die Rasse ist eine Kreuzung aus Haus- und Wildschein und wird auf der Insel im Winter bei der jährlichen Hausschlachtung (Matanca) gerne für die berühmte mallorquinische Schmierwurst Sobrasada genutzt. Die landwirtschaftliche Produktion der Finca ist dabei hundertprozentig ökologisch. Verfüttert wird nur, was die Mandel-, Johannisbrot-, und Feigenbäume abwerfen.

Schon bald gabelt sich der Weg und man kann verschiedene Routen durch den Park wählen. Wer gut zu Fuß ist, sollte dem Weg 4 (Necrópolis de la Punta des Fenicis, insgesamt ca. 6,2 Km) folgen, wer lieber eine kleine Runde machen will, sollte sich für den Weg 3 (El camí de l’Illa des Porros – Refugi, 4,5 Km) entscheiden. Beiden führen durch eine herrliche mediterrane Parklandschaft durch Kiefernwälder (Pinar) und Macchie (Matorral) in Richtung Meer und treffen an eine Holzleiter kurz vor dem Strand zusammen. Wer über diese klettert steht vor dem nächsten Highlight, einer archäologischen Ausgrabung, der Nekropole von Son Real.

Nekropole von Son Real

Nekropole von Son Real

Die Totenstadt liegt auf der kleinen Landzunge Punta des Fenicis, Spitze der Phönizier, direkt am Strand.
Sie stammt aus dem siebten bis vierten Jahrhundert vor Christus und ist 800 Quadratmeter groß. Die Ausgrabungen begannen 1957 und wurden 1970 abgeschlossen. 109 Gräber in gutem Zustand konnten geborgen werden. Dabei sind drei verschiedene Formen zu beobachten: Runde, hufeisenförmige und rechteckige. Diese stammen aus dem siebten, fünften und vierten Jahrhundert v. Chr. Vermutlich war die Totenstadt sogar noch größer und ist in Teilen der Erosion durch das Meer anheimgefallen. In den Gräbern lagen über 300 Skelette in Fötusstellung, dazu Waffen, Schmuck, Tierknochen und Muscheln. Die Gegenstände werden heute im Museu monogràfic de Pollèntia in Alcúdia aufbewahrt.

Nun gibt es drei Möglichkeiten. Wem dieser Exkurs vorerst reicht, der geht einfach zur Finca zurück. Mit etwas Glück begegnen Sie dabei noch der Mittelmeerschildkröte, die hier so prominent ist, das man sie im Logo von Son Real verewigt hat. Wer Lust auf Playa mit Strandbuden und Bastschirmen hat, der gehe nach links Richtung Son Bauló (ca. 1 km). Wer einsame Naturstrände mag, der biege nach rechts ab und suche sich an der Küstenlinie ein einsames Plätzchen. Es gibt auf Mallorca nicht viele Strände, die so menschenleer sind wie die von Son Real.

Strand bei Son Real

Strand bei Son Real

Wo? Die Finca Son Real liegt an der Landstraße zwischen Can Picafort und Son Serra, dreieinhalb Kilometer hinter Son Bauló auf der linken Seite; kostenloser Parkplatz vorhanden
Welche Höhenunterschiede? 30 m
Wie lange? Je nach Route zwischen 1 und 2,5 Stunden
Was mitnehmen? Badesachen, Wasser, evtl. Picknick, Kamera, Sonnenschutz. Fahrradverleih: An der Finca für Inhaber der Targeta Verde kostenlos
Wo einkehren? Son Bauló
Wann? Ganzjährig, im Sommer morgens oder abends. Öffnungszeiten: Finca: April bis September 10–19 Uhr, Oktober bis März 10–17 Uhr. Museum: ganzjährig bis 16 Uhr
Wie teuer? Finca: Eintritt frei; Museum: Erwachsene 5 €, Kinder 3 €
Weitere Infos? Finca pública de Son Real, Tel. +34/971/18 53 63, www.balearsnatura.com/finca-publica-de-son-real

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